Ich hab den Beitrag echt vieeel zu lange aufgeschoben, aber ich hatte leider einfach keine Zeit. Dafür jetzt!
Wie allgemein bekannt ist, bin ich ne relativ faule Wurst wenn sich was aufschieben lässt, aber so langsam wirds doch Zeit … Schluss mit dem Gefasel jetzt kommen harte Fakten und Informationen (einfach so reinkpopiert, da muss man nix hinzufügen!)

Samstag 03.05.2008 ab 19:00 Uhr
Eintritt: 5,-€
Anti-Folk-Festival mit:

Phoebe Kreutz (New York)
creaky boards (Brooklyn)
ChINg ChOnG SonG (Brooklyn)
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Castrop-Rauxel
in der Bahia de Cochinos in Castrop-Rauxel

Ich werde da sein, und zwar sowat von!
Infos zu den Bands:

Phoebe Kreutz — die Emmy-Preisträgerin, deren Arbeit als Puppenbeauftragte aus der US-Version der Kinderserie “Sesame Street” bekannt ist, kann auch ganz anders. “Lovechild of Joan Baez and Weird Al Yankovic” und “Queen of Joke-Folk” nannte sie die Presse in den USA, wo sie ihre “silly songs about boys” oder präzise Betrachungen über die Verdauungsprobleme, die eine Liebe zum mexikanischen Fast Food-Kellner zur Folge haben, zum Besten gibt. Bei ihrer Western-Parodie “Lesbian Cowgirl” bleibt das Lachen im Halse stecken. Kreutz’ mehr konventionelle Folk-Kompositionen sind abseitige, aber immer sehr charmante Comedy.
www.phoebekreutz.com / www.myspace.com/phoebekreutz

Creaky Boards ist eine Antifolkband über Reinkarnation, Migration und Gefühle. Ein Kollektiv mit vielen hervorragenden Mitstreitern im permanenten Rotationsprinzip und Andrew Hoepfner ist der Ringmaster. Der Einfluss von „They might be Giants“ und den Beach Boys ist deutlich.
www.creakyboards.com/ www.myspace.com/creakyboards

ChingChongSong — das kraftvolle Duo des studierten Pianisten und Komponisten Daniel Gower und der Opernsängerin, Lyrikerin und Säge-Spielerin Julie LaMendola: zwischen Klassik, Queer und 20er Jahre-Revue – sie nennen es einfach Punk! Reife Musik, sexuelle Obszönitäten, tiefe Lebensweisheiten – eine Band, die etwas ganz Neues synthetisiert hat und sich der breiten Anti-Folk-Szene zuordnet. In den USA füllen ChingChongSong, die auch als Church of Lurch auftreten, größere Säle und sind fast ständig auf Tour (u.a. mit den Trachtenburg Family Slideshow Players), wenn sie nicht in ihren Stammlokalen Sidewalk Café in Manhattan und Goodbye Blue Monday in Brooklyn spielen. In Deutschland überzeugten sie im Herbst 2006 auf einer kürzeren Tour und wurden in Berlin bei etlichen kleineren Konzerten nicht mehr von den Untergrund-Bühnen gelassen.
www.churchoflurch.com / www.myspace.com/chingchongsong

Antifolk?
Die Antifolk-Bewegung entstand Mitte der 1980er Jahre in New York. Sie wollte keine Gegenbewegung zum Folk an sich sein, sondern vielmehr zum kommerzialisierten Abklatsch dessen, was der ursprüngliche Folk war – eine Art, Geschichten zu erzählen, nicht nur noch eine Maschine für leere Worthülsen über Liebe und Patriotismus. Da dieser “neue”, entseelte Folk aber eben immer noch Folk genannt wurde, wollte man mit dem Antifolk wieder an den eigentlichen Folk erinnern.

Zentrum dieser Szene war und ist das Sidewalk Café, in dem Open Mics jedem die Möglichkeit geben, seine Stücke darzubieten. Antifolk ist deshalb nicht auf einen bestimmten Musikstil beschränkt, klingt aber wegen der einfachen Aufnahmeverfahren (Wohnzimmer, Vierspurgerät) immer sehr Lo-Fi.

Globale Bekanntheit erlange der Antifolk erst mit der Veröffentlichung des Debütalbums von The Moldy Peaches bei Rough Trade. Seitdem ist der Begriff Antifolk nicht mehr unbedingt auf New York beschränkt, weil die New Yorker durch die nun möglichen ausgedehnten Europatouren viele Kontakte mit ähnlich arbeitenden Musikern und Szenen geknüpft haben. So existiert z.B. enge Zusammenarbeit mit dem Herman Düne-Umfeld in Paris.

Das mittlerweile namhafte Mitglied der Moldy Peaches, Adam Green, ist in Deutschland, Österreich und Spanien seit seinem zweiten Solo-Album “Friends Of Mine” sehr erfolgreich. Im Gegensatz zu seinem Erstling “Garfield” wurde “Friends Of Mine” professionell produziert, von Lo-Fi kann keine Rede mehr sein. Journalisten und Rezensenten verzichteten daher auf Einsatz des “Antifolk” labels, und der New Yorker Szene blieb ein größerer Hype erspart.
Vorläufer des Antifolk waren nicht nur wichtige Folkmusiker wie Bob Dylan und Joan Baez, sondern auch Stellvertreter des Naive-Pop, namentlich Jonathan Richman und Daniel Johnston.

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